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Westfälische Nachrichten berichten über Triathlon-Abteilung

 Auf dem Foto sieht man von links nach rechts: Matthias Kütz, Sarah Kolkmann, Sebastian Peine, Hannah Schrand und Johannes Brünink.In der Rubrik „Ausprobiert" berichtet Redakteurin Hannah Schrand über das Triathlon-Training des TVE und unseren Rookie Sarah Kolkmann am 12. Juni in der Grevener Ausgabe der Westfälischen Nachrichten:

Sie ist schon immer gerne gelaufen, Rad gefahren sowieso. Auch schwimmen war sie ab und zu, im Sommer im Freibad, mit ihren Kindern. Wie kommt man allerdings darauf, nach jahrelanger mäßiger sportlicher Betätigung, sich für die Teilnahme an einen Triathlon zu entscheiden? Oder in andern Worten: Wieso tut man sich sowas an?

„Ich wollte etwas machen, wovon ich überzeugt war, dass man das nicht schaffen kann", so Triathletin Sarah Kolkmann. „Und jetzt bin ich absolut begeistert." Ende letzten Jahres entschied sie sich, am Rookie-Kurs Triathlon des TVE Greven teilzunehmen. Jetzt ist ihr erster Wettkampf am 26. Mai in Steinfurt, danach folgen Triathlons in Münster und Saerbeck im Juli.

An diesem Freitagabend nehme ich am Wechseltraining der Triathleten des TVE Greven, unterstützt durch die Grevener Bäder, teil. Im Freibad Schöneflieth (bei bewölkten zehn Grad Celsius, will ich an dieser Stelle anmerken) schwimmen wir: Kraulen für die Triathleten, Brustschwimmen für mich. Eine Bahn, hin und zurück, und dann raus und auf das Rennrad. Die schnellsten, darunter Sarah Kolkmann, zuerst, nach einer Weile komme auch ich aus dem Wasser. Der Helm, die Schuhe und das Rad stehen bereits vorbereitet am Beckenrand, der Sattel wird ergriffen und dann losgerannt.

Copyright: Hannah Schrand für die WN Greven

 

Aus dem Freibad raus, auf das Rad schwingen, und los geht's. Trampeln, so schnell es geht. Mit dem 50 Jahre alten Rennrad meines Opas, defekter Gangschaltung und Bremsen, die quietschen, wenn man sie benutzt, hin und zurück über den Emsdeich. Die anderen fahren vor, ich mit dem kreischenden Gestell unter mir hinterher. Ohne Pause geht es weiter ans Laufen. Das Rad zur Seite gestellt, den Helm so schnell es geht vom Kopf gerissen, in die Laufschuhe gesprungen. Unter die Emsbrücke hindurch, wieder auf den Deich und schließlich zurück ins Freibad. Zum letzten Sprint.

Sarah Kolkmann ganz vorne, ich mit Abstand ganz hinten. Egal: Dass ich es überhaupt in die Ziellinie schaffe, ist ein Gewinn. Und heißt es nicht, dass man an seinen Aufgaben wächst? Meine Beine fliegen jedenfalls wie von selbst. Ich strecke meinen Rücken durch, nehme große Schritte und bin dann doch nicht mit allzu großem Abstand die Letzte, die das Ziel erreicht. Völlig außer Atem und jauchzend vor Glück schaue ich in die Runde. Sind die anderen auch so voller Endorphine, wie ich es gerade bin?

 

„Man kann eigentlich viel mehr schaffen, als man denkt", sagt Kolkmann nach dem Training. „Ich muss mich gar nicht mehr motivieren. Ich liebe das Training." Wie die 39- jährige Mutter den Extremsport mit ihrem Job und der Familie fünfmal die Woche unter einen Hut bringt, ist mir rätselhaft. Aber anscheinend ist es machbar. „Meine Familie unterstützt mich so gut es geht", sagt die Verlagskauffrau. Und das Durchhaltevermögen habe sie sowieso erst beim Triathlon gelernt. „Wenn ich nach einem langen Arbeitstag ein Koppeltraining mit 30 Kilometern Radfahren und zwei Kilometern Laufen schaffe, dann kriege ich auch alle anderen Aufgaben des Lebens hin", so die Triathletin.

Für das richtige Training allerdings, meint Kolkmann, sollte man sich Hilfe suchen. Ohne den Verein wäre sie aufgeschmissen. Zusammen mit Trainer Frank Simon habe sie die Vorbereitung auf ihren ersten Triathlon in der Sprintdistanz ausgearbeitet. Auch die anderen, erfahrenen Triathleten wie Edna Wenning und der einstige Ironman-Bestreiter Johannes Brünink haben sie tatenkräftig unterstützt. „Ich hatte sozusagen viele Personal-Trainer!" Momentan trainiert sie fünfmal in der Woche, dreimal das Laufen, einmal das Radfahren und Schwimmen. Die Distanz, die am meisten gefordert wird, wird am meisten trainiert.

Und kurz vor dem großen Wettkampf kommt eben das Wechseltraining dazu, so wie heute: kurze Sprintdistanzen werden direkt nacheinander ausgeführt, um den Effekt des Wechselns zu proben. Dieser ist entscheidend für die ausschlaggebenden letzten Minuten des Kampfes. Die Lage des Helmes auf dem Fahrradlenker, das richtige Anziehen der Radschuhe und das effiziente Aufsteigen auf das Rad werden vorher besprochen, um am großen Tag grobe Fehler zu vermeiden. Für Sarah Kolkmann hingegen zählt erstmal nur eins: das zufriedene Ankommen. „Ich möchte am Ende nur glücklich sein und für mich gut abschließen."

Gut abgeschlossen, das habe ich das Training mit den Triathleten für mich auf jeden Fall. Obwohl das Ausdauertraining anstrengend war, habe ich die Faszination gespürt. Der Körpers kommt an seine sportlichen Grenzen. Wer sich etwas so Großes wie einen Triathlon vornimmt, der leistet Extremes. „Ich hoffe, Du hast die Tortour gut überlebt", schreibt mir ein Kollege später an dem Abend. „Bin zwar platt", antworte ich darauf, „aber es war großartig!"

Anmerkung: Sarah hat ihren ersten Triathlon in Steinfurt inzwischen mit Bravour absolviert (siehe Artikel vom 28.05.2019). Auf dem Foto sieht man von links nach rechts: Matthias Kütz, Sarah Kolkmann, Sebastian Peine, Hannah Schrand und Johannes Brünink.

 

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