Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Triathlon Aktuelles Grundstein für die nächste Saison gelegt

Grundstein für die nächste Saison gelegt

Grundstein für die nächste Saison gelegtWas macht Triathlet/Triathletin, wenn der letzte Wettkampf im Herbst gelaufen und die Ruhephase auch schon absolviert ist, aber draußen das Wetter noch zum Laufen und Radfahren einlädt und auch die ersten Schwimmeinheiten im Hallenbad absolviert sind, aber das konkrete Ziel des Trainings fehlt? Natürlich: Pläne für die nächste Saison! Wo ist ein schöner Wettkampf, welche Stadt wollte man schon immer bei einem Lauf kennenlernen, welche „verrückten Ideen" könnte man/frau in die Tat umsetzen, um Spaß am Sport und mit Gleichgesinnten zu haben?

Eine Umfrage beim Stammtisch bringt Einiges zu Tage: die schon zur lieben Tradition gewordenen Klassiker, wie die Saerbecker Grenzläufe, das Schwimm-Trainingslager in Hagen oder die Triathlon-Tour Münsterland stehen natürlich oben auf der Liste. Daneben die Starts in der Landesliga, bei der wieder viele mitmachen möchten, oder der Münster-Triathlon. Auch das Thema „Langdistanz" kommt zur Sprache, obwohl nur wenige von uns sich diese Herausforderung zutrauen. Warum dann nicht wenigstens „Langdistanzluft" schnuppern, z. B. eine Mitteldistanz zu absolvieren, die parallel zu einer Langdistanz angeboten wird oder ein Langstrecken-Wochenende organisieren, bei dem die drei Disziplinen in drei Tagen hintereinander absolviert werden.

 

Auch Ideen zu Veranstaltungen in den drei Einzeldisziplinen gibt es. Beim Radfahren nicht nur die eine oder andere RTF, sondern die „Burning Roads" im Teuto mitzufahren oder gemeinsam beim 24 Stunden-Schwimmen in Münster zu starten. Bei den Laufveranstaltungen steht natürlich der Münster-Marathon auf der Liste, aber auch Hamburg ist bei einigen schon fest eingeplant. Beim Berlin-Marathon kommt aber Widerspruch auf: Wenn schon Marathon im Herbst, warum dann nicht „Steinhart 500"?

„Was soll das denn sein?" fragt sich Frank Simon und findet schnell heraus, dass es der Cross-Marathon des Turnerbunds Burgsteinfurt ist, bei dem man auf drei Runden durch das Bagno 500 Höhenmeter über die 42 Kilometer sammeln kann. Ein Blick nach draußen, auf den Kalender und den Marathon-Trainingsplan beenden schlagartig die orientierungslose Herbstzeit. Warum bis ins nächste Jahr warten? Vier Wochen noch: da müssten sich noch drei lange Läufe unterbringen lassen und vielleicht reicht die Basis der vergangenen Saison ja, den Lauf zu wagen? Für den Notfall bieten die Veranstalter ja an, nach jeder Runde „aussteigen" zu können und trotzdem gewertet zu werden.

Mit ziemlicher Skepsis macht sich Frank am Sonntag, den 11.11., auf den Weg nach Steinfurt. Im wahrsten Sinne „närrisch" denkt er sich. Die langen Läufe waren nicht so „easy" wie gehofft, das letzte Intervall-Training am Donnerstag etwas überzogen und jetzt schönster Münsterländer Nieselregen! Na ja, nach zwei Runden kann ja Feierabend sein.

Pünktlich zum Start der knapp 130 Marathon-Läufer hört der Regen auf und die Strecke durch das herbstliche Bagno ist wunderschön. Ohne Gedränge und Geschubse geht es zusammen mit den Ultra-Läufern, die sogar 56 km vor sich haben, auf die nasse, aber nicht aufgeweichte Strecke. Der Wind bläst die Blätter von den Bäumen und erinnert kurzzeitig an den Schneefall der kommenden Monate, ist aber nicht unangenehm. Als dann noch die Sonne durch den Wald blitzt, ist klar, warum die Kollegen begeistert von dem Lauf berichtet haben. Daran kann auch der Buchenberg mit seinem knackigen Anstieg nichts ändern, konnte man sich doch vorher an einer der Verpflegungsstationen stärken. Die Temperatur ist zum Laufen ideal und die vorsorglich mitgenommene Regenjacke wird schnell umgebunden und verbleibt nach der ersten Runde bei einem Streckenposten.

In der zweiten Runde wird es voller auf der Strecke, da dann die über 600 Läufer über die 14 und 28 km Distanz gestartet sind. In erster Linie kommen sie auf einzelnen Streckenabschnitten entgegen und behindern auf den schmalen Waldwegen nicht. Aufgeben nach der zweiten Runde? Kommt nicht in Frage – nicht der Hauch einer Ausrede ist da: Beine noch ok, Strecke schön und Wetter perfekt. So finisht Frank nach 3:52:40 als 5. der Altersklasse 55 und 26. der 97 gewerteten Männer. Teamkollege Markus Nobbe, der zusammen mit den Freunden von Run4Fun auf der 14 km Strecke gestartet ist, zeigt, dass Triathleten auch laufen können und kommt in 1:03:24 als 7. der Altersklasse 45 ins Ziel, belegt den 38. Platz der 320 auf dieser Distanz gestarteten Männer und ist auch der Schnellste der Run4Fun Läufer.

Lohn der Bemühungen ist ein ca. 3 kg schwerer Backstein mit dem Logo der Veranstaltung, der mit Fug und Recht jetzt als der Grundstein für die nächste Saison dienen kann.