Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Ironman Barcelona

Ines und Olaf bei den Vorbereitungen für den IronmanMitten in der Nacht ging es am Tag der Deutschen Einheit nach Düsseldorf, um am frühen Morgen nach Barcelona zu fliegen. Nachdem die letzten Trainingseinheiten hier bei eher mäßigem Wetter etwas schwieriger ausfielen, erwartete uns in Barcelona bestes Sommerwetter.

Mit unserem Mietwagen ging es dann nach Calella, dem Austragungsort des Ironman Barcelona. Wie auch schon auf Rügen, hatten wir erneut eine Selbstversorgerwohnung gebucht. Gerade für Wettkampfreisen sehr praktisch, da auch ein großer Supermarkt direkt um die Ecke lag. Nachdem wir unsere Räder wieder zusammengebastelt und uns eingerichtet hatten, sind wir noch eine kleine Runde gelaufen, um uns mit der Laufstrecke vertraut zu machen.

Am Donnerstag sind wir dann einen Großteil der Radstrecke abgefahren - soweit das möglich war. Denn plötzlich standen wir beim einzig nennenswerten Anstieg auf der Autobahn. Ein wenig irritiert sind wir dann wieder auf der NII zurück Richtung Calella gefahren (hätte man ja auch in der Streckenbeschreibung angeben können). Am Freitag sind wir eine kleine Runde im Meer geschwommen, nicht wirklich flach aber nur ein Vorgeschmack auf das, was da am Sonntag noch auf uns zukommen sollte, denn dort war ein markanter Wetterwechsel angekündigt. Regen und deutlich niedrigere Temperaturen haben uns dann auch veranlasst, nochmal die Slicks-Reifen zu wechseln.

 

Am Samstag war dann nur noch einchecken angesagt und auf besseres Wetter zu hoffen als angekündigt war. Doch das kam leider nicht... Bereits in der Nacht fing es an zu gewittern und zu regnen und auf dem Weg in die Wechselzone gingen die Schleusen dann richtig auf. Am Strand ließ ein Blick aufs Meer nichts Gutes erahnen. Das Meer war ziemlich unruhig und die Wellen klatschten an Land... Jetzt gab es kein Zurück mehr.

Um 8:20 Uhr fiel dann der Startschuss für die insgesamt 3000 Triathletinnen und Triathleten. Einen Rundkurs von 3,8 Kilometern galt es nun zu bewältigen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Meer schunkelte uns auf dem Hinweg schon hin und her, doch nach dem Turn wurde es dann richtig unangenehm. Die Wellen schlugen uns ins Gesicht, trugen uns rauf und runter und von links nach rechts... Orientierung, na ja... Völlig speiübel war bei mir auch ziemlich schnell der Druck weg und ich wollte nur noch das Land erreichen.

Auch Ines hatte beim Schwimmen mit den Wellen zu kämpfen und es ging ihr nicht mehr richtig gut. Irgendwann spuckte uns das Meer dann an den Strand und mit Hilfe der Volunteers konnte man endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Im Zelt schälten wir uns aus dem Neo und versuchten uns erstmal wieder zu sammeln. Dann ging es raus auf die Radstrecke und zum Glück hatte es zumindest aufgehört zu regnen. Die zwei Radrunden führten entlang der Küste Richtung Barcelona mit einem mittelprächtigen Anstieg und wieder zurück nach Calella. Irgendwie waren viele Toilettenstops mit dem entsprechenden Zeitverlust notwendig. Mittlerweile füllte sich die Strecke und es bildeten sich immer mehr große bis sehr große Radgruppen. Faires Fahren dort Fehlanzeige.

Auch Ines war davon schwer genervt, war aber mit einem ordentlichen Tempo unterwegs. Zu allem Überfluss gab es auf der zweiten Radrunde erneut einen ordentlichen Regenschauer, der die Bedingungen auf der Strecke nicht verbesserte. Noch kurz vor Ines kam ich dann in die zweite Wechselzone und ging ein paar Minuten vor ihr auf die Laufstrecke. Nach einem kurzen Turn waren drei Runden a 13,5 Kilometer zu laufen. Ines kam mir schon auf den ersten Kilometern entgegen und hatte mich dann auch nach 8 Kilometern bereits eingeholt und direkt überholt. Ich konnte da nichts entgegensetzen und versuchte mein Lauftempo zu halten. Ines hatte einen super Tag erwischt und zog direkt davon.

Mittlerweile hatte es nach einem Abschnitt mit gutem Wetter wieder angefangen zu regnen und ich wollte nur noch ins Ziel. Ab Kilometer 35 ging bei mir nicht mehr so viel und ich musste einige Gehpausen einlegen. Ines konnte zu dieser Zeit bereits nach einer super Laufperformance ins Ziel laufen und mit 10:46,28 Stunden eine absolute persönliche Bestzeit aufstellen. Ich kam nach 11:30,14 Stunden ins Ziel - ja gefinisht, aber nicht wirklich zufrieden. Insgesamt aber sehr traurig, dass das Wetter so garnicht mitgespielt hat, nach den sommerlichen Tagen zuvor. Anmerkung am Rande- am nächsten Tag war das Meer wieder flach und das Wetter zumindest bis zum Abend deutlich besser...
Ines: 1:07:39/ 5:42:06/ 3:47:15// 10:46:28 Stunden, AK W40 Platz 10
Olaf: 1:07:23/ 5:37:50/ 4:32:59// 11:30:14 Stunden, AK M45 Platz 202