Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Triathlonfeeling trotz Wettkampfabsage

210614 Triathlon Mitteldistanz Gruppe1 kNeben dem Spaß am gemeinsamen Training ist für Triathleten in der Regel der Wettkampf das „Salz in der Suppe". Die Nachricht von der Absage des kultigen Münster Triathlons, der ja selbst in der Planung nur noch der Schatten seiner selbst war, ließ triathletische Schonkost erwarten. Wäre da nicht der von Markus Nobbe initiierte und organisierte „ironman te hus" am Samstag gewesen. Markus hatte zur Mitteldistanz mit 1,8 km Schwimmen, 90 km Radfahren und einem anschließenden Halbmarathon aufgerufen. Wer wollte, konnte auch die olympische Distanz absolvieren, die jeweils etwa die Hälfte der Mitteldistanz umfasst.
Um den sommerlichen Temperaturen am Nachmittag zu entgehen, war der Start für 8 Uhr am Dortmund-Ems-Kanal in Schmedehausen angesetzt. Da das für Schüler und Studenten an einem Samstag eher eine ungewöhnliche Zeit ist, staunten die Triathleten nicht schlecht als sie von Mitgliedern der Schwimmabteilung des TVE (Justus Domning, Lara Nobbe, Sophie Kroner, Max Schülling und Julius Domning) erwartet wurden, die sie auf der Schwimmstrecke begleiten wollten. Nach der Einrichtung der provisorischen Wechselzone und in leichtem Nieselregen ging es dann auch schnell zur Sache. Matthias Elskamp, Markus Nobbe, Sebastian Peine und Frank Simon machten sich auf den Weg Richtung „Giebel", einem Hausgiebel auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals, der etwa 1000 m vom Start entfernt ist und den Wendepunkt der Strecke markierte. Johannes Brünink, der extra aus Berlin angereist war, und Martin Scharf hatten sich die olympische Distanz vorgenommen und wollten etwa 1500 m + x zurücklegen. Alle hatten sie keine Chance gegen Maximilian Schülling und Justus Domning, die in beeindruckender Geschwindigkeit davonzogen. Bei den Triathleten lag Matthias Elskamp an der Spitze.

Als alle aus dem Wasser waren, konnten die Schwimmer zum gemütlichen Frühstück fahren, während es für die Triathleten hieß, die Rennposition auf ihren Rädern einzunehmen und über Ladbergen Richtung Tecklenburg zu fahren. Knapp drei Runden à 23 Kilometer auf überwiegend verkehrsarmen und gut asphaltierten Straßen plus der Fahrt von Ladbergen über Saerbeck nach Reckenfeld lagen vor ihnen. Zwar hatte es glücklicherweise aufgehört zu regnen und auch die Straße wurde sehr schnell trocken, doch bescherte der stark auffrischende Wind ihnen ein Wechselbad an Gefühlen: mal flogen sie mit Rückenwind nur so dahin, mal war es richtig Arbeit, voran zu kommen. Aber welcher Radfahrer kennt das nicht?

In Reckenfeld angekommen verwandelten die Triathleten den ordentlichen Garten der Familie Nobbe in ein „Schlachtfeld". Überall auf dem Rasen lagen die Räder, Schuhe, Wechselsachen und zum Trocknen ausgelegten Neoprenanzüge herum, denn dieses Mal sollte keine Zeit beim Wechsel auf die 1,9 km lange Laufrunde verloren werden. Johannes Brünink, der als erster der beiden auf der olympischen Distanz wegen der kürzeren Radstrecke schon mit dem Laufen fertig war, feuerte sie noch zusätzlich an. Für die Mitteldistanzler galt es 11 Mal an den staunenden und teilweise mitleidigen Gesichtern der Nachbarn vorbei zu laufen. Nach jeder Runde konnte der perfekt von Nadine Nobbe, Malte Niemann und Diana Galle-Niemann versorgte Verpflegungsstand aufgesucht werden, wo es Wasser, Cola, Obst oder Energiegels gab. Lange Zeit lieferten sich Sebastian Peine und Matthias Elskamp, die sich schon auf dem Rad in der Führung abgewechselt hatten, ein packendes Duell, das Mathias Elskamp jedoch mit einer Gesamtzeit von 4:33 Std. am Ende für sich entschied. Sebastian Peine und Markus Nobbe kamen nur wenige Minuten später an. Wenn auch mit etwa 45 Minuten Abstand weit abgeschlagen freute sich Frank Simon darüber, seine zweite Mitteldistanz gut unter 5 ½ Stunden gefinished zu haben.

Den Abschluss dieses tollen Events bildete im umfangreiches Kuchenbuffet, mit dem der Kohlehydratverluste der Sportler gleich wieder ausgeglichen werden konnten.