Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Triathleten pflegen sportliche Tradition auch im Lockdown

210207 Triathlon Hamm Edna kFür Läufer und Triathleten, die im Frühjahr an einer der großen Laufveranstaltungen (Halbmarathon oder Marathon) teilnehmen oder ihre Form überprüfen möchten, gibt es in unserer Gegend zwei Traditionsveranstaltungen zur Auswahl: den Saerbecker Grenzlauf oder die Hammer Winterlaufserie. Während in Saerbeck an drei Wochenenden das gemeinsame Laufen entlang der Ortsgrenzen mit Strecken zwischen 18 und 25 km im Vordergrund steht, wählen die ambitionierteren Sportler die mit einer offiziellen Zeitnahme verbundenen Läufe über 10, 15 und 21 km in Hamm und nehmen sie als Testwettkämpfe für das eigentliche Ziel. Zunächst sah es so aus als würden beide Veranstaltungen abgesagt, doch dann wandelten die Organisatoren in Hamm ihre Präsenzrennen in eine virtuelle Veranstaltung um, zu der sich knapp 1000 Sportler aus mehr als 28 Nationen anmeldeten. Grund genug, dass auch fünf Grevener Triathleten, Edna Wenning, Alexander Kastner, Frank Simon und Marko Hildmann sowie in Berlin Johannes Brünink, mit dabei sind und dank des neuen Formats ihre unterschiedlichen Ziele verwirklichen können. Los ging es mit dem 10 Kilometer Lauf.


Innerhalb von einer Woche konnten Startzeitpunkt und Laufstrecke frei gewählt werden und statt offizieller Zeitnahme mit Transponder und aufwändiger Messeinrichtung genügten eine GPS-fähige Sportuhr oder ein Smartphone, um Entfernung und Geschwindigkeit festzuhalten. Jeder der vier lief zu einem anderen Zeitpunkt auf seiner individuellen „Hausstrecke". Edna Wenning hatte zunächst nur eine „Generalprobe" über eine kürzere Distanz im Sinn. Doch der regelmäßige Blick auf die Uhr ließ trotz Gegenwind und Höhenmetern auf eine passable Zeit schließen. Also fiel die Entscheidung aus dem Lauf heraus, auf die Probe zu verzichten und gleich dranzubleiben. Einfach eine weitere Runde laufen, um auf die 10km zu kommen und fertig war die Zielzeit von 52:31 Minuten, was ihr den 12. Platz in der AK F45 einbrachte.

Alexander Kastner hatte sich als einer der ersten gleich nach Freigabe des Wertungszeitraums auf den Weg gemacht. Ihm hilft die Laufserie, sich auch mal wieder für längere Distanzen zu motivieren und sich neben dem Coronaalltag richtig auszupowern. Nach 53:27 Minuten hielt er seine Uhr genau nach 10 km an und kletterte damit auf Platz 30 seiner Altersklasse M 40.

Für Frank Simon war es der erste Wettkampfstart in seiner neuen Altersklasse M60. Obwohl schon mitten im anstrengenden Rad- und Lauftraining für die Triathlon-Saison (der angepeilte Enschede Marathon im April ist schon abgesagt) sollte der Lauf doch zur Positionsbestimmung dienen. Nach einem Ruhetag ging es bei besten Bedingungen auf die Strecke. Der Wind war schwach, die Sonne lugte hin und wieder zwischen den Wolken hervor. Auch wenn das richtige Wettkampf-Feeling so ganz alleine auf der Strecke nicht aufkommen wollte und die Runde zum Ende gefühlt immer länger wurde, stand zum Schluss doch mit 47:10 Minuten eine gute Zeit auf der Uhr, was den 8. Platz der Altersklasse bedeutete.

Auch unser assoziiertes Mitglied Johannes, der nun seit über einem Jahr in Berlin lebt, arbeitet und auch trainiert, war mit von der Partie: Mit 44:13min gelangte er auf den 12.Platz seiner AK.

Seine ganz eigenen Ziele in dieser Zeit verfolgt Marko Hildmann. Es ist schon ein kleines Wunder, dass er nach seiner schweren Erkrankung vor drei Jahren überhaupt wieder Sport treiben kann. Nachdem er viele Jahre aktiv an der Laufserie teilgenommen hat, wird er in diesem Jahr alle drei Etappen auf dem heimischen Cross-Trainer absolvieren. Die 10km hat er in knapp über 1 Stunde bereits geschafft. Die Zeiten seiner "Winter-Cross-Serie" fließen aber nicht in die offizielle Wertung ein. Das ist Hildmann nicht mehr wichtig. "Alleine die Distanz zu bewältigen, ist Erfolg genug und mein Sieg über die Krankheit", sagt er. „Vor dem Halbmarathon habe ich jedoch gehörigen Respekt."

Bis dahin steht aber in der kommenden Woche die 15 Kilometer-Distanz auf dem Plan. Ob die Straßenbedingungen und das Wetter aber überhaupt einen Lauf zulassen, ist mit Blick auf das ungemütliche Wetter und den hohen Schnee auf den Straßen noch etwas unsicher.