Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Home Triathlon Aktuelles Markus Nobbe vollbringt "spezielles" Saisonfinale

Markus Nobbe vollbringt "spezielles" Saisonfinale

Markus Nobbe begleitet von Schwimmern bei DIY LangdistanzAls Markus Nobbe vor über einem Jahr seine sportliche Zukunft plante, wusste er noch nicht, wie sehr sich die Bedingungen ändern würden. Klar war, dass er in diesem Jahr eine Triathlon-Langdistanz mit 3,8 km Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und einen abschließenden Marathon absolvieren wollte. Möglichst bei einer der großen Triathlon-Veranstaltungen in Deutschland, also in Roth, Frankfurt oder Hamburg.

Nach längerer Zeit der Wettkampfpause über diese Distanz wollte er es wieder wissen und begann mit eiserner Energie und unbeirrt von allen Wetterkapriolen auf den großen Tag in Frankfurt hinzuarbeiten. Nahezu tägliches, teilweise mehrstündiges Training standen auf dem Programm, um für den großen Tag nicht nur fit zu sein, sondern in die Spitzengruppe seiner Altersklasse vorstoßen zu können. Bei Regen, Sturm, Schnee und Hitze ging es zum Sport nach draußen, morgens um sechs genauso wie spät abends. Je nachdem, was Arbeit und Familie an Zeitfenstern übrigließen.

Die coronabedingte Schließung der Schwimmbäder im Frühjahr kompensierte er mit verstärktem Lauf-, Rad- und Krafttraining. Weit härter traf ihn die Absage des Triathlons in Frankfurt, wo er jedoch auf den Ausweichtermin des Ironman in Hamburg umbuchen konnte. Als auch diese Veranstaltung für die Altersklasseathleten abgesagt wurde, reifte der Plan, die Langdistanz in Eigenregie zu stemmen.

Nach einer Generalprobe über die Mitteldistanz im Juli und einem letzten Test der Schwimmstrecke am vergangenen Mittwoch, war es am Samstag um 7 Uhr bei windigem und kalten Wetter so weit: begleitet von Triathlon-Kollegen Gregor Elskamp und den Leistungsschwimmern des TVE, Max Schülling, Julius und Justus Domning sowie Nele Pfennig ging es auf die knapp 3.6 km lange Strecke im Kanal. Dabei machte sie Maximilian Schülling im wahrsten Sinne des Wortes „alle nass". Ohne Neoprenanzug (für Triathleten die Höchststrafe beim Schwimmen) war er nach nur 54 Minuten wieder zurück, gefolgt von Justus Domning in 56 Minuten, ebenfalls ohne Neopren Anzug unterwegs. Markus benötigte etwa 1:10 h, um sich dann in Begleitung von Gregor Elskamp auf die Radstrecke zu begeben. Einen flachen Rundkurs mit ca. 30 km Richtung Teutoburger Wald hatte er ausgetüftelt, den er mit einem Durchschnitt von knapp 36 km/h sechs Mal bewältigte. Auch hier musste er den Widrigkeiten des Wetters trotzen: es wehte ein kräftiger Wind und zudem regnete es noch eine Stunde heftig, bevor er von zu Hause, wo die Familie einen Verpflegungsstand aufgebaut hatte, die letzten 30 km in Laufschuhen zurücklegen konnte. Die Erfolge des Trainings der vergangenen Monate waren eindeutig: nur 5:12 Minuten pro Kilometer benötigte er und war am Ende insgesamt knapp 9 Stunden unterwegs. Verglichen mit den Leistungen anderer Athleten, die in Estland einen Ironman-Wettkampf durchführten, waren das Zeiten, die ihn eindeutig für die Spitzengruppe qualifiziert hätten.