Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Edna Wenning feiert Mitteldistanz-Debüt

Edna Wennigns MitteldistanzdebütVon abgesagten Wettkämpfen lässt sich die Abteilung Triathlon des TVE-Greven nicht abschrecken: am Sonntag traf es den Nordsee-Man bzw. Nordesee-Woman, eine Mitteldistanz, für die Frank Simon und Edna Wenning gemeldet hatten. 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und ein Halbmarathon (21,1km) - eine solche Distanz erfordert bereits eine etwas umfangreichere Vorbereitung, die trotz aller Einschränkungen durch Corona möglich war. "Das ist wirklich ein Segen, dass wir die ganze Zeit laufen, Rad fahren und im Kanal oder Freibad schwimmen konnten." meinte Edna und schob allen Versuchen zu „kneifen" einen entschiedenen Riegel vor.



Marko Hildmann hatte in der Vorbereitung nicht nur einen Lauf-Trainingsplan ausgearbeitet, sondern lieferte auch am Sonntag persönlich Support in Form von Verpflegungsstationen und der Begleitung mit dem Fahrrad beim Laufen. Die Wettervorhersage der letzten Tage zeigte, dass ein wenig Flexibilität nötig war, da für Sonntag Temperaturen über 30 Grad angekündigt wurden. "Auch wenn wir um 7 Uhr in der Frühe mit dem Schwimmen starten, können wir der Mittagshitze kaum davonlaufen", überlegten die Beiden. Es fand sich dann aber schnell eine unübliche, aber praktikable Variante: Nach dem Schwimmen im Kanal bei Schmedehausen, bei dem Markus Nobbe die beiden begleitete, ging es nun bei noch erträglichen Temperaturen zuerst auf die Laufstrecke mit drei Runden durch die Kroner Heide, um dann gegen 10 Uhr auf das Rad zu wechseln.

Der Radkurs umfasste 2 Runden à 45 km über Saerbeck nach Riesenbeck und wieder zurück. Die erste Runde in praller Sonne zeigte sich als sehr bissig, zumal der Wind von Nordost auffrischte und jeden Schweißtropfen sofort verdunsten ließ. "Ich dachte nicht, dass ich überhaupt so viel trinken kann" so Wenning. "Nach vier Stunden kam der „Mann mit dem Hammer" [Umschreibung dafür, dass die Kraftreserven fast aufgebraucht waren], was für mich in dieser Form neu war." Die Antwort lautete: Banane, Wasser, Koffein. Während Frank echte Härte bewies und ein windschattenfreies Rennen fuhr, erlaubte sich Wenning die Windschattenfreigabe. "Es ist mein erstes Rennen auf dieser Distanz und es geht darum, es zu schaffen. "Vollgas auf dem Rad wäre auch nicht klug gewesen. "Den Halbmarathon merkt man nicht nur in den Beinen, auch die Konzentration lässt mit zunehmender Renndauer nach", so Wenning. Das dürfte das wesentliche Argument dafür sein, weshalb man üblicherweise vom Schwimmen auf die Radstrecke wechselt. Schwimmen zum Schluss wäre eine ziemliche Herausforderung, das war für beide klar.
Wichtiger als die Zeit nahmen es die Beiden mit dem Vorhaben, sicher und gesund ins Ziel zu kommen. Insofern zeigte sich die flexible Taktik günstig, denn nach ca. 6 Stunden und 30 Minuten trafen Frank und Edna glücklich in Schmedehausen ein. Hier wurde sie von Marko Hildmann, Sarah Kolkmann und Frank Radstaak in Empfang genommen, die die Freude über das Finish teilten.

Zufrieden zeigten sich auch Sarah und Frank R., die von ihrem Wettkampf am Vortag berichten: 1600 m Schwimmen, 44 km Radstrecke Richtung Tecklenburg, Höhenmeter gratis dazu, und eine Laufstrecke von 7km - nahezu eine Olympische Distanz. Nach 2 Stunden und 45 Minuten stoppten die Beiden die Uhren: "Es wurde so dermaßen heiß, dass wir uns weitere Kilometer auf der sonnigen Laufstrecke nicht mehr zumuten wollten." "Triathlon machen wir zum sportlichen Vergnügen, da muss keiner mit dem Kopf durch die Wand" so Simon, während er die Schweißtropfen abwischt. Ein (vorsichtiges) Bad ließ die Teilnehmer besonnen abkühlen.