Turnverein Eintracht Greven 1898 e.V

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Silber für Charlotte Wissing bei der NRW Winterwurfmeisterschaft

Charlotte Wissing, Tom Brack und Katharina Funkte (von links nach rechts)Die Werfergilde aus der Leichtathletikgruppe des TVE Greven hat bei den NRW-Winterwurfmeisterschaften einen sehr guten Eindruck hinterlassen. In Leverkusen gingen Charlotte Wissing und Katharina Funke in der Altersklasse U20 in der Speerkonkurrenz an den Start. Während Tom Brack, ebenfalls U20 – sich der Hammerwurfkonkurrenz stellte.

Bei eisigen Temperaturen absolvierte Charlotte Wissing ihren besten Wettkampf in ihrer jungen Leistungssportkarriere. Etliche technische Umstellungen ergaben ein komplett neues Wurfbild und die bisher im Winter erarbeitete Physis hat Charlotte die Möglichkeit gegeben, gute Weiten zu erzielen. Diese Möglichkeit hat die Athletin am Schopf gepackt und mit einer persönlichen Bestweite von 46,29m umgesetzt. Dieses Ergebnis bedeutet den Silberrang bei dieser NRW-Meisterschaft und - welches die erzielte Weite ins rechte Licht rückt – Platz Zwei in der aktuellen Deutschen Bestenliste. Nebenbei hat sie die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Sommer in Mönchengladbach damit auch abgehakt.

 

Außerdem hat der Wettkampf eine nervenraubende Dramaturgie entwickelt. Während ihre Konkurrentin Fabienne Schöning von der LG Wipperfürth die hohe Favoritin war und auch gleich zu Beginn mit einer Weite von 45,50m in Führung ging, warf Charlotte solide ihre ersten drei Versuche um die 40m-Marke. Der beste Wurf im Vorkampf landete bei 40,93m. Weitere drei Würfe haben nur noch die besten acht Werferinnen. Diese werden sortiert nach ihren Weiten und starten in umgekehrter Reihenfolge. Das hieß, Charlotte war immer Vorletzte und Fabienne warf am Ende jedes Durchganges. 

Im vierten Versuch warf Charlotte mit 43,25m sich schon näher an die noch bis dato mit 45,50m führende Athletin aus Wipperfürth heran. Diese baute im fünften Versuch ihre Führung auf 45,97m aus. In ihrem sechsten und letzten Versuch und dem vorletzten Wurf des gesamten Wettbewerbs warf Charlotte dann ihre absolute Topweite von 46,29m. Damit führte sie die Konkurrenz an. Leider hielt die Führung nur ein paar Minuten, denn Fabienne Schöning erzielte in dem letzten Versuch des Wettkampfes ganze 8 Zentimeter mehr als zuvor Charlotte Wissing. Das trübte aber die Freude bei Athletin, Eltern und Trainer über diesen großartigen Wettkampf keinen Deut und macht Lust auf die Vorbereitung auf die Deutschen Winterwurfmeisterschaften am 20. + 21. Februar in Dortmund und Bochum-Wattenscheid.

Nicht so rund lief der Wettkampf bei der zweiten Speerwerferin. Katharina Funke – eigentlich eine konstante Werferin um Weiten von 37-38m – hatte an diesem Tag kein Wurffeeling. Ehe sie sich versah waren die ersten drei Versuche vorbei und mit der zu buchenden Weite von 33,05m fehlten dann 85cm für den Einzug in den Endkampf der besten Acht. So war am Ende Rang neun zu notieren und ganz schnell einen Haken hinter diesen Wettkampf zu machen und weiter an ihr Ziel, die 40m-Linie zu überwerfen, zu arbeiten.

Dass der Hammerwurf als einer der technisch schwierigsten Disziplinen gilt, erfährt gerade Tom Brack. Seine sehr guten Zubringerleistungen kann er zur Zeit noch nicht auf die Disziplin richtig anwenden. Um es anders auszudrücken: „ Er bekommt die PS noch nicht auf die Straße“. 42,42m bedeuteten am Ende einen guten sechsten Platz. Auch Tom möchte im Sommer zu den nationalen Meisterschaften. Seine Zielweite und die Qualifikationsweite für die Deutschen Meisterschaften von 50m verlangt von Tom Brack das aller schwierigste ab – Geduld. Mit Geduld und dem Trainingsfleiß von 9 Trainingseinheiten in der Woche wird es klappen, sagt der Trainer.