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Führungswechsel beim TVE - Mitgliederversammlung in besonderen Zeiten

Bericht von Sven Thiele für die Westfälischen Nachrichten

Verabschiedung Michael MartschinkeEine „besondere Jahreshauptversammlung" kündigt Michael Martschinke gleich zu Beginn an. Der an diesem Samstagabend aus dem Amt scheidende TVE-Vorsitzende soll Recht behalten. Denn das, was die etwa 30 Mitglieder im vereinseigenen Sportzentrum in der Kroner Heide in den nächsten zwei Stunden erfahren, ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Ein personeller Wechsel an der Spitze, dazu eine sich andeutende neue Ausrichtung und nicht zuletzt ein Investitionsprogramm, das es in sich hat: Nach Jahren der Konsolidierung scheint Grevens größter Sportverein nicht nur seine Mitglieder in Bewegung bringen zu wollen, auch der Verein selbst will sich auf den Weg machen. Wenn es nach Frank Simon als Nachfolger Martschinkes geht, dürften das Tempo hoch und die Schritte groß werden.

 

Bevor Simon erwartungsgemäß ohne Gegenstimme zum Vorsitzenden des TVE gewählt wird, führt im weiträumig bestuhlten und gleichwohl spärlich besetzten Tanzsaal zunächst der scheidende Vorsitzende Regie. Michael Martschinke hält sich gewohnt kurz. Gerade einmal zwei Minuten nimmt er sich Zeit für seinen Geschäftsbericht. Dann tritt er ab. Nach 18 Jahren. Als mit Abstand jüngster Vorsitzender in der Vereinsgeschichte. Jedoch ohne viel Pathos. Dafür in dem sicheren Gefühl, einen einst finanziell angeschlagenen Tanker mit einem klaren Plan und einem starken Team in ruhiges Fahrwasser manövriert zu haben.

Seinen Erfolg braucht Martschinke nicht selbst hervorzuheben. Für ihn sprechen andere. Und die Zahlen. Schatzmeister Robert Scheper, langjähriger Weggefährte Martschinkes, trägt den Finanzbericht unaufgeregt vor. Gleichwohl lässt das Werk aufhorchen. „Nach 19 Jahren haben wir die schwarze Null erreicht", stellt Scheper fest und präsentiert den Mitgliedern eine auf stattliche 70.000 Euro gewachsene Rücklage. Überdies verfügt der TVE über eine eigene schuldenfreie Immobilie.

Ulrich Stratmann, einst selbst Vorstandsmitglied und in diesem Jahr für die Prüfung der Kasse verantwortlich, findet diese Leistung gar „genial". Und er zollt Michael Martschinke für dessen Arbeit Respekt: „Du hinterlässt große Fußstapfen."

Dass sich jemand gefunden hat, in eben diese Fußstapfen zu treten, ist das Ergebnis des Strategieprozesses im vergangenen Jahr, der einen Einschnitt in der Entwicklung des Vereins markieren soll. Frank Simon, bis dato Leiter der Triathlon-Abteilung, und in den vergangenen Monaten so etwas wie der Corona-Manager des TVE, steht ganz offenbar für Aufbruch und Veränderung. Der 59-Jährige eröffnet den Mitgliedern am Samstag eine ganze Bandbreite an Ideen und Plänen, wie er sich die künftige Ausrichtung des Vereins vorstellt. „Wir sind uns darüber einig, dass es nicht so bleibt wie es ist", stellt Simon gleich nach seiner Wahl klar.

Um danach aufzulisten, in welchen Bereichen er und seine ebenfalls an diesem Abend wiedergewählte Stellvertreterin Paula Windau den Hebel ansetzen wollen. Da ist zum einen das Sportzentrum, für dessen Erhalt die TVE-Führung ein klares Signal setzen will. Die 30 Jahre alte Immobilie soll modernisiert werden. Auf 361.000 Euro beziffert Frank Simon den Finanzbedarf für eine neue Heizungsanlage nebst Lüftung, eine bessere Isolation und die Umstellung auf LED-Technik. Dabei hofft der Verein auf erhebliche Landesmittel, die ab für vereinseigene Anlagen zur Verfügung stehen. Schon in dieser Woche stehen entsprechende Entscheidungen an.

„Es ist einiges zu tun", betont Simon an diesem Abend mehrmals, um dann konkret zu werden: Die technische Ausstattung der Geschäftsstelle will er verbessern, die Homepage erneuern, eine Vereins-APP entwickeln. Und den Verein auf Wachstum trimmen. „In unserer Größe sind wir auf Dauer nicht überlebensfähig", betont der neue Vorsitzende. Und wirbt für ein Modell, das vieles verändern könnte. Mit der DJK loten er und seine Vorstandsmitglieder momentan die Möglichkeiten einer Kooperation aus. „Sobald wir an der Stelle klarer sind, werden wir den Prozess für die Mitglieder öffnen", verspricht Simon eine breite Basis schaffen zu wollen.

Neben den beiden Vorständen wurden auch Susanne Kurk und Pia Recker als Jugendwarte, Alfred Borggreve als Schriftführer und Uta Blomberg als zweite Kassenpruferin einstimmig gewählt.

So viel wird an diesem Samstag klar: Der TVE befindet sich mitten im Umbruch. An Ideen mangelt es nicht. Auch nicht an Finanzmitteln. Dazu trägt auch dieser Beschluss bei: Nachdem er seinen Beitragseinzug für das zweite Quartal aufgrund des Lockdowns zunächst ausgesetzt hat, sammelt der TVE seiner Mitglieder das Geld nun doch ein. Nur die Zusatzbeiträge für Leistungsturnen, Schwimmen und Trampolinspingen werden nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung für ein Quartal erlassen.

 

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