Westf. Jugendmeisterschaft der Leichtathleten
Mittwoch, den 24. Juni 2009Zwei Qualifikationen für die deutschen Jugendmeisterschaften im August in Rhede, ein Westfalenmeistertitel und drei Endkampfplatzierungen erkämpften sich die Grevener Leichtathleten bei den diesjährigen Westfälischen Jugendmeisterschaften am vergangenen Wochenende im Dortmunder „Rote Erde Stadion“, direkt neben dem „Iduna Sportpark“ des BVB.
Das Wettkampfwochenende begann bescheiden. Das schlechte Wetter und die schlechte allgemeine Verfassung von Lea Jaschke, der einzigen Grevener Athletin an diesem Samstag, ließen keine guten Ergebnisse zustande kommen. Im Diskuswettbewerb fiel die ein Kilogramm schwere Scheibe schon bei 28,64 m zu Boden, was das Aus nach dem Vorkampf (die ersten drei Versuche) bedeutete. Beim Kugelstoßen hingegen langte es zumindest für den Endkampf (die besten Acht nach dem Vorkampf bekommen drei weitere Versuche und machen die Plätze eins bis acht unter sich aus) und am Ende mit einer mäßigen Leistung von 10,20 m zu Platz sieben.
Der zweite Tag gestaltete sich umso schöner und das nicht nur wettertechnisch. Der Hammerwurfwettbewerb wurde aus dem Stadion ausgelagert. Dieser fand auf dem Wurffeld des ehemaligen Weltklassewerfers Karsten Kobs in Dortmund-Höchsten statt. Bei schönstem Sonnenschein steigerte sich nicht nur die allgemeine Verfassung von Lea Jaschke. Auch die gezeigte Leistung während des Einwerfens versprach ebenfalls Besserung gegenüber den Leistungen des Vortages. Dann der erste Versuch im Wettkampf - ungültig, außerhalb des Wurfsektors. Der zweite Versuch landete nahe ihrer persönliche Bestleistung auf über 36 Meter. Diese bedeutete schon die Führung im Wettbewerb. Versuch Nummer drei machte dann alles perfekt. Dieser ging jenseits der 40 m-Marke (41,25 m) zu Boden, was gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften ist. Die Freude war riesig und das angestrebte Saisonziel erreicht. In den weitere drei Versuchen steigerte Lea Jaschke ihre Weite noch einmal auf die Siegweite zur Westfalenmeisterschaft von 41,65 m.
Glücklich über dieses Ergebnis eilte man schnell zurück zum Stadion, denn es galt den Lauf von Eva Flandermeier nicht zu verpassen. Eva Flandermeier lief in der 4×100 m Staffel der LG Ratio Münster an Position Zwei. Die Staffelannahme klappte fast perfekt und die Staffelabgabe an die Schlussläuferin war im Toleranzbereich des Staffeltrainers Frank Bartschat. Am Ende des Rennens freute sich Eva Flandermeier über den zweiten Platz in ihrem Lauf. Am Ende aller Läufe stand sogar fest, das es im Gesamtklassement ebenfalls zu Platz zwei und somit zur Vizemeisterschaft gereicht hat. Aber an das, was die gelaufene Zeit von 49,23 Sekunden bedeutete, hat Eva Flandermeier nie zu denken gewagt. Denn bereits 50,20 Sekunden hätten einen Start bei den Deutschen Meisterschaften erlaubt. Somit fahren durch diese klar unterbotene Norm zwei Grevener Leichtathleten zu den Deutschen Jugendmeisterschaften im August nach Rhede.
Am frühen Abend startete Lea Jaschke noch im Speerwurfwettbewerb und beschloss diesen mit der persönlichen Bestweite von 32,84 m und Rang sieben. Voller Vorfreude und Tatendrang auf das große Ereignis „Deutsche“ schauen die Athleten schon auf das Vorbereitungstraining in den Sommerferien. Doch vorher geht es beim Training verdientermaßen ein paar Tage recht gemütlich zu.
Quelle: Janina Feldmann

























