Geselligkeit kommt nie zu kurz
Samstag, den 18. Oktober 2008Mit Musik geht alles besser. Im vergangenen Jahrhundert stand noch ein Akkordeonspieler in der Sporthalle, heute wird der Körper nach modernen Rhythmen, die aus einem CD-Player kommen, bewegt.
Die Gymnastik-Abteilung des TVE musste sich in den vergangenen Jahren neuen Herausforderungen stellen: Die Gymnastik-Stunde wie vor 100 Jahren – ohne Musikbegleitung bestenfalls mit einem Akkordeon-Spieler – gehört der Vergangenheit an. Auch inhaltlich mussten sich die Übungsleiter in regelmäßigen Fortbildungen neuen sportmedizinischen Erkenntnissen stellen. Was vor 100 Jahren noch als gesundheitsfördernd galt, speziell im Aufwärm- und Dehn-Bereich, ist heute überholt. Der Schwerpunkt der Gymnastik musste sich den geänderten Lebensbedingungen anpassen. Acht Stunden körperlich harte Arbeit, auch von Frauen, leistet heute kaum noch jemand. Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit im Beruf und kraftsparende Haushaltsmaschinen wirken sich auf unseren Skelett- und Bewegungsapparat anders auch als noch bei unseren Eltern und Großeltern.
Dem tragen die neuen TVE-Angebote im Bereich Fitness-Gymnastik heute Rechnung. Haltungs- und Rückenschulung, aber auch Kräftigung und Kondition sowie Koordination sind zu Anfang des zweiten Jahrtausends die Themen im Sportverein. Auch beim TVE. Darüber hinaus darf und soll auch der Wohlfühlfaktor – Stichwort Wellness – nicht zu kurz kommen. Die leicht rückläufigen Mitgliederzahlen (Bindungsunwillen an einen Verein, Konkurrenz der Fitness-Studios etc.) stellen die Abteilungsleitung Annegret Wolter und Jutta Berg, die seit 1995 die Abteilung Gymnastik leiten, vor neue Aufgaben. Auch häufig wechselnde Übungsleiter, speziell in den „jungen“ Bereichen und neue Angebote zum Teil in Kurs-Form wollen bereitgehalten werden.
Neben den herkömmlichen Gymnastikstunden für die älteren Teilnehmerinnen mit anschließendem geselligen Beisammensein bei einem kühlen Bier oder einer Apfelschorle haben sich besonders die Problemzonengymnastik (BOP = Bauch-Oberschenkel-Po) und die Power-Fitness nach flotter Rhythmusmusik etabliert. Doch auch der „Sport der Älteren“ nimmt im Programm einen großen Raum ein. Die Menschen werden älter und wollen auch länger fit und aktiv bleiben. Das wird ihnen beim Turnverein von ausgebildeten Übungsleitern geboten.
Auch der Reha-Sport, unterstützt von den Krankenkassen, wird weiter ausgebaut. Neu etabliert hat sich seit einigen Jahren „Fit ab 50“ unter der Leitung von Rudolf Zimmermann. Weitere Übungsleiter sind im Jahre 2008: Anni Asche, die „älteste“, Jutta Berg, Sabine Kemper, Renate Salzmann, Annette Winkeljann und Annegret Wolter. Die Trainingseinheiten finden zum großen Teil in dem TVE-eigenen Vereinsheim in der Kroner Heide (erworben im Jahre 2001) statt, aber auch die städtischen Hallen werden noch mitbenutzt. Auch die Geselligkeit außerhalb der Sportstunden, seien es Tagesausflüge, Spielnachmittage, Kanutouren, Wanderungen oder Adventsfeiern, wird weiter angeboten und gepflegt, von Jutta Berg immer perfekt organisiert, so dass die Teilnehmer nicht nur in den einzelnen Übungsstunden, in denen sie ihren Körper und Geist frisch halten, sondern auch in der weiteren Freizeit viel Spaß miteinander haben.
Neue Mitglieder sind in den einzelnen Gruppen jederzeit willkommen.
Samstag, 18. Oktober 2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten

























