TVE übergibt die Rote Laterne
Volleyball-Oberligist TVE Greven ist die Rote Laterne los. Beim 3:2 (17:25, 25:18, 28:30, 27:25, 15:10) überholte die Mannschaft von Stefan Bürmann den bisherigen Vorletzten TV Hörde. Es war der zweite Sieg in Folge gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Ein wichtiger Erfolg. In der Hinrunde personell arg gebeutelt trat der TVE Greven am Samstag nahezu komplett an. Lediglich Libero Gunnar Beyer musste passen. Mit genügend personellen Alternativen machte sich Trainer Stefan Bürmann nicht Bange vor der Aufgabe. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir das Spiel gewinnen würden“, meinte Bürmann trotz der kritischen Tabellenkonstellation selbstbewusst. Alleine die Nerven mussten er und seine Spieler in dem bis zum Ende auf des Messers Schneide stehenden Spiel beisammen halten. „Es ging ganz schön zur Sache“, berichtete Bürmann von einem spannenden Verlauf.
Zuerst kam Gastgeber Hörde besser in die Partie, zumal die Grevener sich anfangs mehr mit dem Schiedsrichter als mit dem Gegner beschäftigten. Bürmann kritisierte die aus seiner Sicht vielen „kleinlichen Entscheidungen“, die seine Mannschaft trotz guten Beginns im ersten Satz aus dem Tritt brachten. Erst im zweiten Durchgang ließen sich die Grevener von den Begleitumständen nicht mehr beeinflussen. Mit 25:18 glichen sie den Spielstand aus. Was danach folgte war ein offener Schlagabtausch. Mit den überragenden Michael Gellenbeck und Jörg Schräder gaben die Grevener trotz dreier Satzbälle den dritten Satz zwar ab. Den vierten (27:25) und auch den abschließenden Tiebreak (15:10) ließen sie sich aber nicht nehmen.
„So können wir weiter nach vorne schauen“, zeigte sich Stefan Bürmann rundum zufrieden mit dem Jahresauftakt. Vier Punkte in zwei Spielen und in der kommenden Woche mit dem VC Minden einen weiteren direkten Konkurrenten zu Gast. Die Aufholjagd ist in vollem Gange.
Montag, 19. Januar 2009 | Quelle: Westfälische Nachrichten | Sven Thiele