Sieg erst nach Verlängerung
Der Weihnachtsstress hat auch die Grevener Basketballer eingeholt. Am vergangenen Montag absolvierten sie erneut ein Nachholspiel der Hinrunde, ehe es am kommenden Sonntag zum Lokalderby gegen den SC Westfalia Kinderhaus kommt. Gegen den Warendorfer SU war – wie im Nachholspiel gegen Lüdinghausen – erst nach Verlängerung Schluss. Diesmal fiel das Ergebnis jedoch für den TVE aus. 69:67 (9:13, 18:15, 15:14, 16:16, 11:9) hieß es am Ende für den TVE Greven. Dabei standen sich in den letzten fünf Minuten drei Grevener Spieler vier Warendorfer Gegner gegenüber. Kein Wunder, waren doch fünf der acht TVEler mit fünf Fouls vom Platz geflogen, auf gegnerischer Seite waren es zwei Spieler. Prügelspiel? „Eigentlich nicht“, ist auch Trainer René Mauél nach der Partie etwas ratlos, bemängelt lediglich etliche „fragwürdige Pfiffe“ der Schiedsrichter. Aber: „Das war ein absolut faires Spiel“, betont Mauél.
Spielerisch lieferte die Partie dagegen nicht viel Lobenswertes. Die Defensive war in Ordnung, an einigen Stellen zu unkonzentriert und gegen die guten Dreierschützen aus Warendorf vor allem in der ersten Hälfte nicht konsequent genug. Erst in der zweiten Hälfte rotierte die Zonenverteidigung zu Mauéls Zufriedenheit. Auch bei der Reboundarbeit sah Mauél einige Schwächen, vor allem im Vergleich zu der herausragenden Arbeit im Spiel gegen Lüdinghausen. Viele „dumme Fouls“ und etliche Kleinigkeiten im Spielaufbau sorgten am Montagabend außerdem dafür, dass der TVE sich nie richtig absetzen konnte. „Wir haben uns dem Niveau angepasst“, resümierte der Trainer nach Schlusspfiff.
Mit Kinderhaus kommt am Sonntag um 18 Uhr der Tabellennachbar nach Greven. Bei einem Sieg könnte der TVE seinen Platz im Mittelfeld der Tabelle festigen, eine Niederlage führt möglicherweise dazu, dass Greven und Kinderhaus die Plätze tauschen. Herren: Wolters (6), Konermann (15), Heitmann (28), P. Falkenstein (17), Goebel (2), Mester (1), Becker, Mauél.
Freitag, 05. Dezember 2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten | Susanne Hein