TVE tritt auf der Stelle
Volleyball-Oberligist TVE Greven tritt weiterhin auf der Stelle. Auch im Heimspiel gegen den TV Datteln blieb der Mannschaft von Stefan Bürmann der erhoffte zweite Saisonsieg versagt. Nach der 2:3-Niederlage (28:26, 18:25, 23:25, 25:23, 11:15) rangieren die Grevener weiterhin am Tabellenende.
Die prekäre Personalsituation, die Bürmann Woche für Woche zwingt zu improvisieren, war auch am Samstag der ausschlaggebende Grund für die Niederlage. Erneut berief der Trainer Jugendspieler in den Kader. Auch Michael Gellenbeck, der sich eigentlich eine Pause verordnet hatte, half einmal mehr mit, um die Not zu lindern. Und er enttäuschte keineswegs: Zusammen mit dem unbekümmert aufspielenden Daniel Lehmkuhl zählte Routinier Gellenbeck zu den besten in Reihen des TVE. Ansonsten vermisste Bürmann die letzte Entschlossenheit und den unbedingten Siegeswillen, der nötig gewesen wäre, um die clever aufspielenden Dattelner zu bezwingen. „Es ist super schwierig gegen so eine Mannschaft das richtige Mittel zu finden“, meinte Bürmann in der Nachbetrachtung einer Begegnung, in der der TVE viele Fehler produzierte. Zu viele, so Bürmann. Greven offenbarte Schwächen in der Angabe. Häufig stand der Block falsch. Fehler, die in der Oberliga hart bestraft werden.
Nach glücklichem ersten Satzgewinn hatte der TVE im zweiten Satz keine Chance, verlor ihn mit 18:25. Auch im dritten und vierten Satz produzierten die ersatzgeschwächten Grevener zu viele Eigenfehler. Datteln gewann Satz Nummer drei mit 25:23 und steuerte im vierten Satz auf die Entscheidung zu, ließ dann aber eine 21:17 Führung liegen. Der TVE kämpfte sich noch einmal heran, konnte die sich anbahnende Niederlage aber nur verschieben. Im entscheidenden fünften Satz machte der Tabellensechste alles klar und besiegelte Grevens sechste Saisonniederlage.
„Wir müssen mehr mannschaftliche Geschlossenheit zeigen. Sonst werden wir die Liga nicht halten können“, machte Stefan Bürmann keinen Hehl aus der brenzligen Situation. Gleichwohl wird es damit alleine nicht getan sein. Die Verletzungssorgen zwingen den TVE zu kurzfristigen Maßnahmen. Da in seinem 13-köpfigen Kader bereits jetzt acht Spieler für das kommende Wochenende fehlen, bemüht sich Bürmann um eine Spielverlegung. Und hofft auf eine Ende der Misere.
Montag, 24. November 2008 | Quelle: Westfälische Nachrichten | Sven Thiele